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unser Monat : April





Einen Tag vor Ostersonntag,
sammelt mein Mann mit den Kinder Weidenruten und Moos.
Damit bauen sie die Nester, in die der Osterhase seine bunten Eier legt.
Dazu muss ich sagen,
das bei uns ein Schokohase, selbst gefärbte Ostereier
und nur eine kleine Gabe in´s Nest gelegt wird.
Für uns als Eltern ist es wichtig,
das der Sinn von Ostern sowie auch von Nikolaus gefeiert wird
und nicht der Konsum im Vordergrund steht.
Da wir einen Ostheimer Bauernhof haben,
gesellen sich so hin und wieder ein Tierpaar zu uns.

Ungefähr zwei Wochen vor Ostern säen wie nicht nur im Kindergarten,
auch hier zu Hause in eine Tonschale Ostergras an.
Wenn das Gras nach ein paar Wochen recht hoch ist,
wird es in den Garten gepflanzt.
Wir schauen, wie es wächst und ernten im Herbst das Getreide.









Ich wünsche Euch eine schöne besinnliche Osterzeit!



♥♥♥


Fräulein Rumpelstilzchen

unser Monat : März




Im März, wenn alles blüht, gehen wir viel raus und schauen,
wie die Natur langsam ihr farbenfrohes Kleid anzieht.
Ich liebe den Winter und die Weihnachtszeit,
aber nach einem langen harten Winter sehne ich mich nach Sonnenstrahlen,
Frühlingsblumen und und frischem grün.
Selbst die Kleinen sind kaum aufzuhalten wenn die Sonne scheint.
All die Jahre zuvor habe ich die Zugvögel nie richtig wahr genommen.
Erst seit ein paar Jahren höre ich sie deutlich,
wenn sie im November ins Warme ziehen und im Frühjahr zurück kommen.




Unser Jahreszeitentisch ist in den Frühlingsfarben hellgrün und gelb gehalten.
Mutter Erde und die Blumenkinder Leuten den Frühling ein.
Frische Blumen unterstreichen
die Frische und das Leben von draussen.

In der Nähe von unserem Kindergarten steht ein Haus.
Am Wegrand wachsen tausende von Krokus in allen Farben.
Ich freue mich jedes Jahr sie wieder zu sehen!
In manchen Dörfern wachsen sie über all. Am Hang, im Gebüsch, unterm Busch...


Wir lesen
Natürlich ist Lotta ein fröhliches Kind ~ Astrid Lindgreen,
Die kleine Raupe Nimmersatt ~ Erik Carle
Etwas von den Wurzelkindern ~ Sibylle von Olfers


Wir singen
Immer wieder kommt ein neuer Frühling
schickt mich die Mutter die Hühner zu weiden
Eine Mutter hatte vier Kinder
Faul sein ist wunderschön




♥♥♥


Fräulein Rumpelstilzchen

unser Monat : Januar



Im Januar ist bei unser Jahreszeitentisch
mit weissen und hellblauen Seidentüchern gedeckt.
Wie die Farben in der Natur, findet man im Haus weiss, silber und Glas.
Die heiligen drei Könige haben die heilige Familie erreicht und verweilen noch bis  
Mitte Januar wenn unser Weihnachtsbaum unser Haus verlässt.


***


Wir lesen Wintermärchen wie
Die Schneekönigen,
guck mal Madita, es schneit!
Frau Holle
oder
Tomte Tummetott


***


Unsere Lieblingslieder sind
Schneeflöckchen Weissröckchen
Es schneit - es schneit...!
a, b, c ... die Katze liegt im Schnee


***


Wenn es das Wetter zu lässt,
fahren wir mit dem Schlitten
oder basteln Schneeflocken für die Fenster,
machen Wachsbilder, kneten Vogelfutterteig, beobachten die Vögel
oder backen leckeren Kuchen,
den wir am Nachmittag mit Kakao essen.


***


"Der See hat eine Haut bekommen,
so dass man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher - titscher - titscher -dirr...
Heißa, du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälbelein fliegen -
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durchs das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum essen;
doch so sehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen 
hinausgehn können und den Stein wieder holen."

                               Christian Morgenstern





♥♥♥


Fräulein Rumpelstilzchen

unser Monat : Dezember



(Quelle: Waldorfkindergarten) 
Mit dem Adventsgärtlein in unserem Waldorfkindergarten beginnt bei uns der Advent.

Die Zeit bis Weihnachten verbringen wir mit Bratapfel essen,
Weihnachtsgeschichten lesen und 
unseren LieblingsWeihnachtsLiedern wie z.B.

"Tragt in die Welt nun ein Licht"
"Maria durch ein Dornwald ging"
"Über Sterne über Sonnen"






Holler boller, Rumpelsack,
Niklas trug ihn huckepack,
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig, punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern,
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

Albert Sergel (1876-1946)



(Dies ist ein Bild aus den vergangen Jahren)



***

Nikolaus, so wie auch der Osterhase bringen bei uns kleine Gaben.
Jedes Jahr an St. Nikolaus gibt es
Lebkuchen, Mandarinen, viele Nüsse,
ein Säcklein voll Weizenkörner
(diese werden als Ostergrass eingepflanzt),
einen Schokolaus
und eine Kleinigkeit in die Stiefel.






Kurz vor Weihnachten, genau gesagt einen Tag davor,
ist unser grosses Kind geboren.
Heute wurde sie 10 Jahe alt.
Wie an jedem Geburtstag meiner Kinder schaue ich wehmütig zurück.
Wie klein sie waren, klein und muckelig =)
Heute ist sie gross und ein richtiges Fräulein geworden =)



* happy birthday, Liebes! *

♥♥♥

Fräulein Rumpelstilzchen

unser Monat : November







Ende Oktober beginnt die dunkle Jahreszeit. Man merkt es schon nach Johanni. Besonders aber, wenn im Oktober die Zeit zurück gedreht wird. Die Abende werden schneller dunkel, am Morgen lässt das Licht sich viel Zeit. Damit auch wir nicht dunkel in uns selbst werden, zünden wir Lichter an, Laternen, und Kerzen. Sie wärmen uns. Geben der Dunkelheit ein Licht.

In all den Jahren haben wir alle Laternen aus dem Kindergarten aufbewahrt. Wir nutzen sie jedes Jahr aufs neue. Auf der Fensterbank, im Fenster hängend oder auf dem Tisch. Sie sind einfach so herrlich an zu schauen =)


Unsere Lieblingsgeschichte ist 
"das schönste Martinslicht von Ursula Wölfel"


Lieblingslieder
"Licht in der Laterne"
"Was klimmt und klettert" 


♥♥♥

Fräulein Rumpelstilzchen

unser Monat - September





Michaeli.
Am 29.September, wenige Tage nach der Herbst - Tag - und Nachtgleiche ist Michaelstag.
Michaeli gehört vor Sankt Martin und Sankt Nikolaus zu den drei Festen,
die Bildhaft dazu beitragen,
die Kinder auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. 
Der Erzengel Michael, der den Drachen besiegte,
ist mit seiner Tat ein Bild dafür, dass das Bewusstsein wach sein muss,
damit das Böse Durchschaut und bekämpft werden kann.
Die Geisteskräfte werden angesprochen.
In der Offenbarung des Johannes steht geschrieben, dass sich ein Streit im Himmel erhob.
Sankt Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen und seine Anhänger;

<< ... und der grosse Drache, die alte Schlange,
die da heißt Teufel und Satan, der die Welt verführt...>> 

wurde besiegt und aus dem Himmel in die Tiefe gestürzt.
Mit dieser Tat besiegte der Erzengel Michael die Kräfte der Finsternis.
Die Festzeit des heiligen Sankt Michael ist ein Aufruf an die Menschen,
die niederziehenden Kräfte zu erkennen un in ihre Schranken zu weisen.

Zahlreiche Legenden früherer Jahrhunderte berichten vom Wirken des Erzengels Michael.
Alte Meister haben ihn mit seinem Schwert als Engel oder Ritter in einer Rüstung dargestellt.
Seit dem Mittelalter, als sich die Ritterschaft für die Ausbreitung des Christentums stark machte,
ist die Legende vom Heiligen Sankt Georg benannt.
Der Ritter Georg zog furchtlos in den Kampf gegen den Drachen. 
Er besiegte das Untier mit seiner Lanze
und erlöste dadurch die Königstochter, die Geopfert werden sollte.

Die Tat des Ritters auf der Erde entspricht der Tat des Erzengels im Himmel.
Sie kann als Bild gelten für den Seelenmut, der nötig ist um Niedertracht, Feigheit, Egoismus und Unwahrhaftigkeit zu überwinden.


***


In der Michaelizeit singen wir sehr gerne:

"Wenn ich groß bin,
wenn ich groß bin, so groß wie die Welt,
dann werd ich ein Ritter, ein Ritter und Held.

Wenn ich stark bin,
wenn ich stark bin, so stark wie ein Stier,
erschlag ich im Walde das Drachengetier.

Und die Erde
und der Mond und die Sterne sind mein, 
die Sonne auch soll für den Rittersmann sein."

(Text: M. Garff / Mel.: H. Oberländer)


***


Als Fingerspiel spielen wir:

"Das ist der Pflaumenbaum,
der schüttelt die Pflaumen,
der hebt sie auf,
der bringt sie Heim
und der kleine hier;
der isst sie alle auf!"

(Begonnen wird mit dem Daumen)


***


Gelesen wird die Geschichte:
die Königstochter in der Flammenburg

(hrsg. von P. Zaunert im Eugen Diederichs Verlag)





Eine schöne Michaelizeit wünscht Euch


♥♥♥


Fräulein Rumpelstilzchen

 
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